Männergesangverein Steinhausen – Muttensweiler präsentiert sich leise und doch stimmgewaltig

Duo singt sich in die Herzen der Zuhörer

Einen amüsanten und kurzweiligen Abend haben die Besucher beim Konzert des Männergesangvereins Steinhausen-Muttensweiler in der proppenvollen Festhalle am Samstagabend in Muttensweiler erlebt.

„Schön war die Zeit“ war als Titel auf dem Programm zu lesen. Mit diesem Songtext von Freddy Quinn begrüßte der Chor unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Matthias Wolf die Gäste. Es folgte „Die Post im Walde“ mit Trompetensolo. Renommierte Trompeter wie Walter Scholz sorgten seinerzeit dafür, dass das Stück nicht mehr aus der Trompetenszene wegzudenken ist.

Kuno Högerle, ein begnadeter Trompeter aus der Raumschaft, spielte dazu die Solopassagen. Nach Weinliedern folgten unter anderem Evergreens wie „Die kleine Kneipe“ oder „Mit Musik geht alles besser“. Gitte und Rex Gildo waren Mitte der 60er- Jahre das beliebteste Duo auf dem deutschen Schlagermarkt. Dagmar Hagmann mit glockenklarer Stimme und Berthold Straub mit schönem Tenor, als Gitte und Rex Gildo, sangen mit dem Chor den Oldie „Geh’n sie aus vom Stadtpark die Laternen“. Damit sangen sie sich so richtig in die Herzen der Zuhörer, was mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde.

Eine besondere Herausforderung: Nach der Pause betraten die Sänger ohne Noten die Bühne und sangen auswendig. Nach dem Lied „Ich liebte einst ein Mädchen“ brachte Dagmar Hagmann die Besucher zum Lachen mit dem beschwingten Lied „Ham se nicht ’nen Mann für mich“ von der Berlinerin Evelyn Künneke im Wechselgesang mit dem Männerchor. Ohne Chor und nur von Matthias Wolf am Klavier und von Kuno Högerle, Trompete, begleitet, sang Dagmar Hagmann das Liebeslied „Something stupid“ von Kidmann und Williams (ursprünglich Frank und Nancy Sinatra).

Matthias Wolf an der Orgel brachte den Instrumentalhit „Il Silenzio“ von Trompeter Nino Rosso zu Gehör und Kuno Högerle spielte die Trompetenpassagen.

Gäste steigen bei Zugabe ein

Nach dem Lied „Bajazzo“ aus Ostdeutschland und „Mala moja“ aus Kroatien folgte „The Rose“. Högerle begleitete den Chor mit weichem Trompetenton. Es war klar, dass das Publikum die Sänger und Solisten nach so einem Konzert nicht ohne Zugabe gehen ließ. Nach reichem Applaus gab es mit dem ruhigen Lied „Bergheimat“ die erste Zugabe, der mit „Nix Amore“ eine weitere folgte. Matthias Wolf gesellte sich dabei zu den Sängern und sang zusammen mit Berthold Straub den Text. Der Chor und die Gäste setzten im Refrain ein und klatschten mit.

Ein „gutes Händchen“ in der Programmgestaltung und -auswahl zeigte Dekanatskirchenmusiker Wolf bei diesem Konzert. Zwischen den Liedvorträgen scherzte der souverän leitende Dirigent mit schwäbischen Geschichten in Reimform. Die Musizierfreude und die Sangesfreude war den 37 Sängern deutlich anzumerken. Dank einer guten vokalen Aussprache waren die Texte der Lieder gut zu verstehen. Der Chor zeigte eine gute Dynamik. Ein leises Piano führte mal mit einem Crescendi zu einem stimmgewaltigen Forte und die Lautstärke wurde mit einem Decrescendi zurückgenommen. Im Gespräch mit der SZ sagte Vorstand Helmut Welte, dass in den letzten zwei Jahren rund zehn Sänger dazugekommen seien: „Von einem Chorsterben können wir nicht reden.“

Klaus Haid, 29. Okt 2013, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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