Chorverband Friedrich Schiller gut für die Zukunft aufgestellt

Eine positive Zwischenbilanz ihrer zehnjährigen Tätigkeit zog die Vorsitzende des Chorverbands Friedrich Schiller (CVFS), Anita Gnann-Hass, in ihrem Bericht in der Mitgliederversammlung. Viele Projekte seien erfolgreich umgesetzt worden und der Bekanntheitsgrad des Chorverbands habe deutlich zugenommen. Die positive Wirkung des Singens unterstrich in seinem Grußwort der Oppenweiler Bürgermeister Steffen Jäger mit einem Schillerzitat. In seiner Gemeinde, die in diesem Jahr ihr 900-jähriges Bestehen feiert, wird dies nicht zuletzt durch den ältesten Verein, den Liederkranz Oppenweiler, getragen. Dessen Vorsitzender, Adam Bauer, umriss vor den 69 Delegierten aus 39 Mitgliedsvereinen den Werdegang des 1860 als Männerchor gegründeten Liederkranzes. Neben dem Modernen Chor „Calypso“ führte er die Musical-Werkstatt als zukunftssichernde Maßnahme an, in der generationenübergreifend Kinder, Jugendliche und Erwachsene miteinander musizieren und schauspielen.

Einen Vorgeschmack auf die aktuelle Produktion „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“, die Chorleiterin Larissa Schwarzenberger zurzeit einstudiert, erhielten die Zuhörer mit dem Song des Kinderchores über die „Koch-Wasch-Bügel-Spül-Maschine“ zu hören und zu sehen. Der Präsident des Zabergäu-Sängerbunds, Werner Treuer, betonte die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit des CVFS mit den benachbarten Chorverbänden zur Stärkung des Ehrenamts.

In ihrem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr hob Gnann-Hass den gelungenen Kinder- und Jugendtag hervor. Das fröhliche Abschlussbild mit 200 Kindern auf der Bühne der Marbacher Stadthalle sei alle Anstrengungen seitens der Stadt und des Chorverbands wert gewesen. Auch nach zehn Jahren im Amt ist Gnann-Hass der regelmäßige Kontakt zu den Vereinen vor Ort ein Anliegen, so war sie in den vergangenen zwölf Monaten bei 31 Konzerten präsent. Sachlich und knapp schloss sich der Bericht des Kassiers Ralf Wiese an. Die Finanzlage ist ausgeglichen, was nicht zuletzt dem intensiven Bemühen des Verbandes um Sponsoren zu danken ist. Kassenprüfer Robert Selbherr bestätigte ein Mal mehr die vorbildliche Kassenführung.

Verbandschorleiter Wolfgang Jauch ging auf die Auswirkungen der Kürzung der Zuschüsse des Landes für die Laienmusik auf die praktische Chorarbeit ein. So können internationale Chorbegegnungen nicht mehr bezuschusst werden. Auch die Aufführungen großer und damit kostenintensiver Chorprojekte wie Oratorien sind von einzelnen Vereinen ohne Zuschüsse kostendeckend praktisch kaum zu stemmen. „Es wäre mehr als bedauerlich, wenn solche Projekte nur noch von professionellen Ensembles angeboten werden könnten.“ so Jauch vor den Delegierten. Verbandsjugendchorleiterin Larissa Schwarzenberger war ebenfalls eng mit der Organisation und Durchführung des Kinder- und Jugendtags befasst. Sie berichtete weiter über die Umstellung des Gütesiegels „Felix“ auf die „Carusos“ durch den Deutschen Chorverband. Neuer Ansprechpartner im Chorverband Friedrich Schiller für das „Carusos“-Gütesiegel für die Kindergärten und Kindertagesstätten ist  der stellvertretende Verbandsjugendchorleiter des Schwäbischen Chorverbands Holger Frank Heimsch. Anlässlich des „Tags der Frauen“ würdigte Schwarzenberger alle Frauen, die sich verantwortlich in einem Verein engagieren, und lud alle Sängerinnen zum Tag der Frauenstimme am 17. Mai ein, an dem neben dem Einstudieren neuer Frauenchöre auch Stimmbildung und Notenlehre angeboten wird. Für das Prüfungskonzert der neuen Vizechorleiter am 30. März in Kornwestheim können sich interessierte Sängerinnen und Sänger für den „Prüfungschor“ kurzfristig beim Verband melden. Zu Neuregelungen für die Veröffentlichung von Vereinsberichten in den Publikationsmedien des CVFS und des Schwäbischen Chorverbands trug Verbandspressereferentin Claudia Weise vor.

Nachdem keine Aussprache zu den Tätigkeitsberichten gewünscht worden war, wurden sowohl der Kassier als auch der Vorstand im Ganzen einstimmig von den Delegierten entlastet. Personelle Veränderungen standen in diesem Jahr nicht auf der Tagesordnung. Die Satzung wurde dahingehend geändert, dass die Zahl der stellvertretenden Verbandsvorsitzenden von zwei auf einen und die der Beiratsmitglieder von vier auf zwei reduziert wurde. Das Aufgabengebiet der bisherigen Frauenreferentin wird künftig als Familienreferat erweitert. In der Geschäftsordnung wurden die Einteilung des Verbandsgebiets in drei Bezirke und damit die Bestellung von Bezirksvorsitzenden ersatzlos gestrichen. Trotz Verkleinerung der Gremien sind keine Veränderungen im Leistungsangebot für die Vereine vorgesehen. Des Weiteren wurden die Durchführungsbestimmungen für die Beantragung und Ausgabe der Ehrenurkunden in der Geschäftsordnung festgeschrieben. Verbandschorleiter Jauch stellte das Programm der im kommenden Jahr stattfindenden Verbandschortage vor. Mit einem irischen Segen, vorgetragen vom Liederkranz Oppenweiler unter Leitung von Larissa Schwarzenberger, endete die Mitgliederversammlung.

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Claudia Weise, 16. Mrz 2014, Chorverband Friedrich Schiller, gemischte Chöre, Kinderchöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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