Aus 350 Kehlen schallt der Gesang

In der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne erklang ein Benefizkonzert zugunsten des Bundeswehrsozialwerkes

Rund 350 Sängerinnen und Sänger haben am Sonntag in der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne in Laupheim ein Benefizkonzert zu Gunsten des Bundeswehrsozialwerkes gegeben. Auch die Anzahl der Chöre hat rekordverdächtige Dimensionen: Dreizehn Chöre konnten für das Spätnachmittags-Konzert gewonnen werden. Voll berechtigt war denn auch das Motto: Das besondere Konzert an einem besonderen Ort.

Foto: Klaus Haid

Foto: Klaus Haid

Und dieser Ort war der Speisesaal der Kaserne, der erst seit einem halben Jahr in Betrieb ist. „Eine Idee wurde Wirklichkeit“, freute sich Dr. Thomas Strobel, Vorsitzender des Sängerbundes Laupheim. Er hat gemeinsam mit Christoph Sulzer, dem Vorsitzenden der Chorgemeinschaft Walpertshofen, den organisatorischen Teil des Konzertes übernommen. Im Zustandekommen des regionalen Chorfestivals sieht Strobel ein Zeichen, dass die Chormusik lebt, auch wenn sie schon öfter für tot gehalten worden sei. Für Oberst Frank Best war es eine seiner letzten Amtshandlungen in Laupheim, die Veranstaltung zu eröffnen. Er freue sich, erklärte er, dass das Konzert zustande gekommen sei.

„Es ist ein Dankeschön an die Bevölkerung für die stoische Ruhe mit der sie den Fluglärm durch die Bundeswehr hinnimmt“, begründete Oberstleutnant Paul Altenhöfer, dass die Bundeswehr in die Rolle des Gastgebers geschlüpft ist. Er hat seitens der Bundeswehr die Organisation übernommen. Altenhöfer zeigte sich sehr angetan, dass der Saal mit rund 600 Besuchern „mehr als voll geworden ist.“

Das Bundeswehrsozialwerk unterstützt nach seinen Angaben in Not geratene Bundeswehrfamilien, es ist da für Kinder und Jugendliche von Beschäftigten der Bundeswehr.

DSC_0008-267IMG_1711klein

Als Klammer für das zweieinhalbstündige Konzert fungierte Josef Straka. Er hatte die Gesamtleitung und IMG_1793Moderation übernommen und leitete über von Vortrag zu Vortrag. Die Zuhörer konnten ganz nebenbei noch einiges lernen IMG_1748über Rhythmus, Gospel, Soul oder Samba. Wenn dreizehn Chöre auftreten, muss sich natürlich jeder bei seinem Auftritt beschränken. Drei Lieder waren erlaubt und auch beim Wechsel der Chöre hieß es: Tempo, Tempo. Für die Zuhörer war ein buntes Kaleidoskop an Chorgesang geboten. Da gab es die traditionellen Männerchöre wie Concordia Untersulmetingen mit den Harmonists oder Eintracht Mietingen. Zu hören und zu sehen waren große Chöre wie die Chorgemeinschaft Liederkranz Burgrieden zusammen mit Unisono oder den Liederkranz Baustetten zusammen mit der Chorgemeinschaft Walpertshofen, sie brillierten bei jeweils rund 50 Sängerinnen und Sänger mit entsprechendem Stimmvolumen. Dem gegenüber stand das Vocalensemble red mäps mit 25 Stimmen, die sich mit ihren hellen, klaren Stimmen hervorhoben. Einige Chöre gibt es erst seit etlichen Jahren, andere, wie der Liederkranz Schemmerberg, blicken bereits auf eine 150- jährige Existenz zurück. Ein Heimspiel hatten der Offene Chor mit Querbeet Baustetten und der gemischte Chor des Sängerbundes Laupheim. Mit „Steppenfeuer“ und Gershwin-Melodien trat der Chor von Concordia Untersulmetingen mit den Harmonists auf, Frohsinn Rot erfreute mit dem bayrischen Titel „Heast as net“ sowie mit „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens die Herzen.

 

Über 300 Sängerinnen und Sänger bildeten zum Schluss des Gemeinschaftskonzertes der OCV-(Oberschwäbischer Chorverband) Chöre aus der Region Laupheim einen eindrucksvollen Gesamtchor unter der Leitung von Josef Straka.

Über 300 Sängerinnen und Sänger bildeten zum Schluss des Gemeinschaftskonzertes der OCV-(Oberschwäbischer Chorverband) Chöre aus der Region Laupheim einen
eindrucksvollen Gesamtchor unter der Leitung von Josef Straka.    Foto: Franz Liesch

Zum Finale kamen nochmal alle Chöre nach vorne. „Der Gesang kann eine Brücke sein“, heißt es im Liedtext von „Come togethersingen wir.“ Das erscholl aus über 300 Kehlen. Dazu Josef Straka, der den Massenchor dirigierte: „Wir hatten eine wunderschöne Gemeinschaft.“ Das Konzert solle auch ein Zeichen derVerbundenheit mit der Bundeswehr sein, ergänzte er.

© 2018- Singen-und-Stimme - Weblog des Schäbischen Chorverbandes, Fritz-Walter-Weg 19 70372 Stuttgart, Tel: 07 11 / 46 36 81Die Seite für alle Sänger und Sängerinnen - Chöre, Chorvereine, Chorverbände - Kontakt - Impressum - Datenschutz buetefisch marketing & kommunikation & agentur einfachpersönlich