Bekannte Adventslieder in neuem Gewand

Zum 600-jährigen Bestehen gönnten sich die Bußmannshauser etwas Besonderes:     ein Adventskonzert des Vokalensembles red mäps.
Konzert Red mäps

Vokalensemble red mäps nimmt Zuhörer beim Kirchenkonzert mit auf eine eindrucksvolle Entdeckungsreise

Zum 600-jährigen Bestehen der Pfarrkirche Sankt Martinus hat die Kirchengemeinde Bußmannshausen ein Adventskonzert mit dem Vokalensemble red mäps veranstaltet. Als „weiteres Highlight“ zum Jubiläum bezeichnete dies der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Josef Mensch.

Lange vor Beginn des Konzerts war das Gotteshaus bereits bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur Einstimmung schritten die 18 Sängerinnen und Sänger einen Choral summend in den Chorraum. Der lateinische Hymnus „Conditor alme siderum“, von einem unbekannten Autor um 1400 verfasst, ist ein beschwörender Hilferuf zu Gott. Er bildete den Auftakt zum Adventskonzert, wobei Joachim Hayd mit kräftiger Stimme den Vorgesang übernahm. Eine Übertragung ins Deutsche erlaubte den Zuhörern das Mitlesen des lateinischen Textes.

Etliche bekannte Adventslieder kamen an diesem Abend, mehrstimmig gesungen, in neuem Gewande daher. Sonst eher einfach gestrickt, wiesen Lieder wie „O Heiland, reiß die Himmel auf“ sehr viele schwierige Passagen auf, die das Ensemble jedoch spielend bewältigte. Unterschiedliche musikalische Stilrichtungen hat Joachim Hayd in seinem Arrangement von „Tauet Himmel“ verarbeitet, eine hochinteressante und sehr hörenswerte Interpretation.

So konnten die Zuhörer im barocken Gotteshaus in sich gekehrt der Musik lauschen, dabei neue Entdeckungen machen und den adventlichen Text auf sich wirken lassen. Dieser handelte vor allem von der Freude und den Hoffnungen anlässlich der Geburt Jesu Christi, etwa bei „Es kommt ein Schiff geladen“ oder „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.

Auch Lieder aus einer Messe waren dem Programm beigemischt, nämlich von der Messe D Dur von Antonin Dvorák. Der böhmische Komponist war in seinem musikalischen Wirken äußerst vielseitig. Ihm sagt man tiefe Religiosität nach, und dieser sind auch sakramentale Werke entsprungen wie eben die Messe in D-Dur. Das Fortissimo des Chors hallte bei diesen Gesangsbeiträgen eindrucksvoll von den Wänden der Kirche. Dabei zeigte sich dann auch, was das sichere Dirigat von Joachim Hayd vermag. Beim Alleluja von Ralph Manuel ließ das Vokalensemble red mäps das Adventskonzert gefühlvoll ausklingen. Der kräftige, lang anhaltende Schlussapplaus galt offenkundig nicht nur den Sängerinnen und Sängern, sondern auch dem Dirigenten Joachim Hayd und dem Organisten Daniel Gräser.

Klaus Haid, 9. Dez 2014, Chorgattung, gemischte Chöre, Oberschwäbischer Chorverband, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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