Aktuelles Editorial der Zeitschrift SINGEN 5-2015

Seifert2012editLiebe Sängerinnen und Sänger, liebe Vorsitzende,

dieses Heft steht im Zeichen des Chorverbandsbeirats des Schwäbischen Chorverbands, der am 9. Mai 2015 in Dornstetten stattfindet. Wir sind beim Chorverband Kniebis-Nagold zu Gast. Sein Präsident Hermann Friedrich hat ein interessantes Programm vorbereitet, aus dem ein Auftritt einer syrisch-eriträisch-irakischen Männergruppe herausragt. Wir sind gespannt, wie sich hier das Singen im Chor auch als soziale Integration darstellt.

Sie, liebe Leser, sollten sich die schriftlichen Berichte zum vergangenen Jahr ansehen. Sie erfahren dabei, was den Schwäbischen Chorverband seit dem letzten Chorverbandstag 2014 in Ulm bewegt hat, und auch, was sich bis zum nächsten Chorverbandstag am 24. April 2016 in Kornwestheim bewegen wird. Da sind wieder die Chorvereine als Mitglieder gefragt.

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Umstellung im Finanzwesen lenken. Ich danke unserem Schatzmeister Achim W. Schwörer, dass er sich der arbeitsreichen Aufgabe unterzogen hat, den Haushalt des Schwäbischen Chorverbands von einer Einnahmen-Ausgabenrechnung auf eine jährliche Bilanz, wie sie das Finanzamt einfordert, umzustellen. Dabei hat er auch noch eine Kostenstellenrechnung eingeführt, die optimale Übersichtlichkeit gewährleistet. Er hat uns quasi aus der Klassik in die Moderne geführt. Im Jahr der Umstellung freilich mag das eine oder andere, weil ungewohnt, noch nicht ganz durchsichtig sein. Ich bin aber sicher, dass sich die neue Darstellungsweise schnell einbürgern wird und wir bald wieder ein gewohntes Bild vor uns haben werden. Das schönste an den Finanzen ist übrigens, dass nach Jahren des Abmangels 2014 ein positives Verbandsergebnis in Höhe von 25.290 EUR zu Buche steht.

Auch allen anderen Präsidiums-, Musikbeirats-, Museumsbeirats-, Arbeitsgruppen- und sonstigen Mitgliedern, unserer Chorjugend sowie der Geschäftsstelle danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz für den Chorgesang. Diesen umfassend zu fördern, ihn in Gesellschaft und Politik zu vertreten, ist ja die genuine Aufgabe des Schwäbischen Chorver-bands. Hinzu kommt die Interessenwahrnehmung seiner Mitglieder, denen das Leben erleichtert werden soll, indem der Verband ihnen Aufgaben abnimmt, die sonst an über 1600 Stellen in den Vereinen ausgeführt werden müssten. Hierzu haben alle ihr Bestes gegeben und beachtliche Resultate erzielt. Herzlichen Dank und Anerkennung!

Leider muss ich noch ein Thema ansprechen, was so üblicherweise in einer Verbandszeitschrift nicht geschieht: das Verhältnis zum Deutschen Chorverband. Die Diskussion über die GEMA-Umlage lasse ich einmal auf der Seite, da ist eine gute Lösung in Sicht. Benennen muss ich aber die durchaus kontroverse Bewertung der Singen.Bündnisse. Um sich selbst ein Bild zu machen, lesen Sie dazu den Artikel und die Veröffentlichung des DCV, deren Link eigens angegeben ist. Sie sehen, dass der DCV die ganze Angelegenheit sehr viel optimistischer sieht als ich. Ich fühle mich zu diesem Optimismus freilich nicht verpflichtet. Mir geht es darum, dass innovationsfreudige Chorvereine nicht Hirnschmalz und Arbeit in ein Projekt investieren, das mir mittlerweile sehr auf Sand gebaut erscheint.

Ihr
Eckhart Seifert

Wolfgang Layer, 1. Mai 2015, Editorial, Gaue und Verbände, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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