Vereinsbindung durch Qualfizierung

Jugendleiter, Musiklotsen, Mentoren, Vizechorleiter – die „High Potentials“ des Vereins

Warum ist das Duale Studium in Baden-Württemberg für Unternehmen ein Erfolg? Warum bilden große Unternehmen dort aus, die sich scheinbar um neue Mitarbeiter kaum Sorgen machen müssen? Warum bilden auch kleine Handwerksbetriebe, trotz geringer Personalkapazität, aus?

Die Antwort scheint einfach: sie haben erkannt, dass gutes Personal und insbesondere die Führungskräfte von morgen nicht aus dem Nichts kommen. Zur Sicherung der eigenen Existenz, und insbesondere um noch besser zu werden, braucht es auch die besten Fachkräfte. Diese müssen natürlich gefunden, erkannt und ausgebildet werden. In diese Tätigkeiten stecken erfolgreiche Unternehmen sehr viel Zeit und Geld. Die jungen Führungskräfte sind die Überlebensgarantie für ein Unternehmen. Die besten unter Ihnen sind die „High Potentials“, junge Menschen, in denen das Unternehmen viel Potential sieht.

Wann ist Ihr Verein zuletzt auf die Suche nach seinen „High Potentials“ gegangen?

Nun sind sicherlich die Anreizsysteme eines innovativen Technologieunternehmens andere, als die einer Chorvereinigung. Aber ich bin überzeugt, dass auch Chöre sich als spannende Wirkstätten präsentieren können. Ich bin weiter überzeugt, dass es überall diese viel versprechenden Engagierten für Chöre gibt und die Chöre von ihnen profitieren können.

„High potentials“ aus den Chören werden in den Ausbildungen im Schwäbischen Chorverband in vielen Bereichen gefördert. Mit der Musiklotsenausbildung und der Musikmentorenausbildung legen wir die Grundsteine für sämtliche Bereiche der Chorarbeit. Von dort können die jungen Menschen in musikalischen Bereichen weiter- und ausgebildet werden, bis hin zum staatlich anerkannten Chorleiter im Nebenberuf. Aber auch der organisatorische Bereich hat seine „Karriereleiter“. In Jugendleiterkursen werden junge Engagierte fit gemacht für die Leitung von Gruppen. Sie lernen rechtliche, pädagogische und organisatorische Grundlagen und können selbst daran wachsen. Mit den Weiterbildungen im Vereinsmanagement das perfekte Sprungbrett in ein attraktives Vorstandsamt.

Warum werben erfolgreiche Unternehmen dann nicht einfach die Fachkräfte anderer Unternehmen ab? Warum die Ausbildung im eigenen Unternehmen?

Hier kommt etwas ins Spiel, was eine Stärke von uns Kulturbetrieben, also uns Chören, ist: Es geht um Identität. Wer in einer Organisation gefördert wird, dort eine Entwicklungsmöglichkeit sind, ist stärker mit dieser verbunden. Wer seine Ausbildung, praxisnah, absolviert hat, kann das Gelernte auf die Herausforderungen des Arbeitsalltags anwenden.

Chöre können also, indem sie jungen Menschen eine Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten ermöglichen und diese gezielt fördert, Karrierewege in der Chorszene eröffnen. Diese können dann von den zukünftigen Chorleitern, Vereinsmanagern und kreativen Vordenkern der Szene beschritten werden. Und schließlich – und das ist für uns Chöre wichtig – „High Potentials“, die sich mit ihrer Organisation identifizieren bleiben dieser länger treu.

Johannes Pfeffer, Vorsitzender der Chorjugend im Schwäbischen Chorverband

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