„Gsonga, gschwätzt ond guat gessa“  

Der „Schwäbische Abend“ begeisterte die Besucher in der Turnhalle in Muttensweiler

Der „Schwäbische Abend“ in der Muttensweiler Turnhalle war bereits nach wenigen Tagen im Vorverkauf ausverkauft. Diejenigen, die einen der begehrten Plätze ergattern konnten, kamen an diesem Abend voll auf ihre Kosten.

Der MGV Steinhausen-Muttensweiler präsentierte sich mit viel Witz und Begeisterung, was jedoch die Qualität des Chorgesangs nicht minderte.

Angeführt und moderiert von ihrem Chorleiter Matthias Wolf entwickelte sich die gut dreistündige Veranstaltung zu einem Feuerwerk der Unterhaltung.

Mit einer Hommage an ihre oberschwäbische Heimat eröffneten die gut 40 Sänger des gastgebenden Vereins mit dem Einmarschlied „Oberschwaben, wir sind Oberschwaben“ von Matthias Wolf diesen unterhaltsamen Abend, der in dieser Form zum zweiten Mal stattfand.

Mit schwäbischen Mundartliedern wie „Durch’s Wiesatal gang i jetzt na“ und „Was isch dr Schwob“ differenzierten die Sänger zwischen getragen-wehmütig und derb-lieblich.

In kabarettistischer Manier begrüßten danach die Protagonisten Matthias Wolf und Josef Schneiderhan die Gäste. Nicht nur den Anwesenden, sondern auch denen, die keine Karten ergattern konnten, galt der Gruß.

Getreu dem Motto des Abends „Gsonga, gschwätzt ond guat gessa“ wurde, zu leiser Pianomusik, die Vorspeise serviert. Mit dem darauffolgenden Gedicht „Die 3 Fenster zur Schwabenseele“ sorgte Matthias Wolf für ausgelassene Stimmung. Ein Quintett, begleitet von Simone Zinser, spannte mit „Schaffa, schaffa, Häusle baua“ den Bogen zum launischen Gedicht „Der Bauantrag“, von Paul Eisele gekonnt präsentiert.

Mit dem, als „Belagerung von Monderkenga“ bekannten Lied, lud Bass-Solist Gerhard Schreg die Gäste zum Mitsingen ein. Da alle nun in Feierlaune waren, hallte das Lied „Uff em Wasa, graset d‘ Hasa“ durch den Saal.

Als Hauptgericht wurde nun Spanferkel mit Kässpätzle und warmem Kartoffelsalat serviert, was gleichzeitig das Schlagwort für den nächsten Beitrag lieferte. „Dr Soßaschwob“ hieß dies und wurde von Matthias Wolf in unnachahmlicher Manier vorgetragen.

Mit „Sieba mol en dr Woch“ und „Sommer em Schwobaland“ hatte das Quintett ihren zweiten Auftritt und die Lacher auf ihrer Seite. Mit der Pointe “Wia dia Henna denna ond dussa“ den Hünerstall tangieren, brachte Paul Eisele so manchen Zuhörer gedanklich ins Schleudern. Mit dem gemeinsamen Lied „Droba auf dr raua Alb“ wurde der kabarettistische Mittelteil beschlossen.

Die Nachspeise, natürlich „Apfelküchla“, war ein Gaumenschmauß.

Stürmisch begrüßt wurden die Sänger des MGV Steinhausen-Muttensweiler, als sie wieder mit ihrem Ohrwurm „Oberschwaben“ auf den Lippen die Bühne betraten. Mit Chorsätzen wie „Gi-ga-gondele“, „Wie wärs denn, wenn ma wissa, wissa tät“ und „Hans bleib no do“ ging der musikalisch-kulinarische Reigen in die letzte Runde.

Nach drei Zugaben verließen die Sänger die Bühne mit der Gewissheit, ihren Gästen einen äußerst unterhaltsamen Abend geboten zu haben.

Vorstand Josef Schneiderhan wünschte allen einen guten Nachhauseweg und versprach den Besuchern eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr.

Klaus Haid, 4. Jul 2017, Chorgattung, Gaue und Verbände, Männerchöre, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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