Gesang- und Musikverein „Cäcilia“ Iggingen feiert 150-jähriges Jubiläum

Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel

Das Jubiläumsjahr 2018 eröffnete die „Cäcilia“ Iggingen im Januar bezeichnenderweise mit „Ganz arg wichtig“ von Heinrich del Core. Im Februar folgte, der Jahreszeit entsprechend, am Rosenmontag eine „Jubiläumsnarretei“. Den ersten Höhepunkt erlebten die Vereinsmitglieder und Besucher nun am 24. März mit dem „Jubiläumskern“, einer „Musikalischen Reise durch 150 Jahre“, an der alle musiktreibenden Abteilungen „mitreisten“. Vorstand Marc Knödler begrüßte in der notenreich geschmückten Igginger Gemeindehalle neben dem Publikum die Ehrengäste Landrat Dr. Klaus Pavel, Bürgermeister Klemens Stöckle, den Präsidenten des Chorverbandes Friedrich Silcher, Hans-Albert Schur und Ehrenvorstand Albert Heinzmann.

Grußworte und Ehrungen

In das Musikprogramm fügten sich die Grußworte kurzweilig ein. Zur Gratulation des 150-jährigen Bestehens betonte der Landrat den hohen Stellenwert der Musikvereine und des Singens als traditionelles Kulturgut in einer funktionierenden Solidargemeinschaft. Lobende Worte für die Entwicklung, Hartnäckigkeit der Ehrenamtlichen auch in schwierigen Zeiten überbrachte Hans-Albert Schur, inclusive eines Präsents.

Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel

Die Verleihung dieser Auszeichnung des Landes BW kündigte Schur für den 23.6. beim Landesmusik-Festival in Lahr an. Diese besondere Würdigung erfahren Vereine, die mindestens 150 Jahre bestehen, und sich künstlerische, volksbildende und kulturelle Verdienste um die Pflege der Laienmusik erworben haben. Bürgermeister Stöckle gratulierte dem Verein zu einem stolzen Jubiläum und hob die Bedeutung des Gesang- und Musikvereins für das kulturelle Leben in Iggingen hervor. Die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg erhielt aus seiner Hand der langjährige Vorstand des GMV Manfred Leißle. Vereinsvertreter Hermann Behringer übergab neben seinen Glückwünschen ein Gemeinschaftsgeschenk der Igginger Vereine.

150 Jahre Musik

Mit seiner unterhaltsamen Moderation führte Dr. Klaus Wendel mit historischen und aktuell interessanten Fakten zu Entwicklungen, Kompositionen und Komponisten unterstützt durch passende Bilder und Filmsequenzen durch den Abend. Den ersten Block der musikalischen Reise gestaltete der Männerchor unter der Leitung von Oliver Geiger. Mit „Herr, deine Güte reicht so weit“(A.E.Grell) erinnerte das Lied an die Zeiten, als der Chor, auch als gemischter Chor, noch Gottesdienste mitgestaltete. „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ (W.A.Mozart) erinnerte an das gemeinsame Streben nach Zusammengehörigkeit und Frieden. Das Silcherlied „Entschuldigung“ erzählte von Wein, Weib und Liebe. Der „Fliegermarsch“ (aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“,Hermann Dostal) erinnerte an eine von Nationalismus geprägte Zeit. Mit einer Kurzfassung des „Wolgalieds“(aus der Operette „Zarewitsch“,Franz Lehar) wurde eine sehnsuchtsvolle Stimmung im Saal verbreitet. Das tiefsinnige „Hobellied“ von Conradin Kreutzer diente dem Moderator zur Überleitung und Erklärung der Auszeichnung „Conradin-Kreutzer-Tafel“. Männerchor und Jugendkapelle rundeten die Reise mit modernen Stücken der Unterhaltungsmusik ab.

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