„Kißlegg ist ganz Chor“ – ein gelungenes Chorevent des Oberschwäbischen Chorverbandes

„Das gehörte gehört: „Ganz Chor“ auf der Seebühne Kißlegg“ war die Headline der Schwäbischen Zeitung zum zweitägigen Chorevent „Kißlegg ist ganz Chor“ am 4. und 5. August. In der Tat war dieses von der Verbandschorleiterin Chordirektorin Anne-Regina Sieber initiierte und wesentlich organisierte Chorevent, das auch Teil des diesjährigen OEW-Kultursommers ist, eine gelungene und von den Besuchern gelobte Präsentation der Chorarbeit. Alle, die an den beiden Tagen an die Seebühne im Strandbad am Obersee und in die Barockkirche St. Gallus und Ulrich gekommen waren, haben etwas erlebt und die, die nicht gekommen waren, etwas verpasst.

Schon bei der Eröffnung am Samstagabend zeigte sich, dass die Seebühne am Ufer des Obersees ein perfekter Ort war. „Die Kulisse des Obersees an einem warmen Sommerabend, dessen kühle Brise langsam die heißen Temperaturen des Tages senkte, hätte in Verbindung mit den brillanten Chören besser nicht sein können“ beschrieb die Redakteurin der SZ ihre Eindrücke. Unter den in ansehnlicher Zahl gekommenen Zuhörern konnte Anne-Regina Sieber Bürgermeister Dieter Krattenmacher, den Leiter des Kulturbetriebes im Landratsamt Ravensburg Dr. Maximilian Eiden, den Präsident des Schwäbischen Chorverbandes Dr. Jörg Schmidt und den Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes Achim W. Schwörer begrüßen. Den musikalischen Auftakt machte der OCV-Männerchor mit dem, zum Auftrittsort passenden „Schifferlied“, um dann mit „What a wonderful world“ die Schönheit der Erde zu besingen. Der Frauenchor des OCV sang unter anderem von Elton John „Kann es wirklich Liebe sein“, um gleichsam mit dem im Lied vorkommenden Satz „lag ein Zauber auf dem Augenblick“ die Stimmung des Abends zu beschreiben.

Der Leiter des Kulturbetriebs im Landkreis Ravensburg, Maximilian Eiden, fand, dass allein das Motto „Kißlegg ist ganz Chor“ Programm ist. Der OCV stehe für einen Teil dieser Landschaft und sei verdient auch ein Teil des OEW-Kultursommers. Der Präsident des Schwäbischen Chorverbands, Jörg Schmidt, bezeichnete die Veranstaltung als beispielhafte Aktion um dann beim OCV-Männerchor beim „La Montanara“ ein Gastspiel als Sänger zu geben. Modern und spritzig beschlossen die „Young Voices“ aus Altshausen unter der Leitung von Simone Dangel die Eröffnung, um dann bei der anschließenden „Langen Nacht der Chöre“ in der Barockkirche St. Gallus und Ulrich zusammen mit dem Liederkranz Kißlegg, dem OCV-Frauenchor und „Chortissimo“ aus Eintürnen ein hörenswertes und die Zuhörer ansprechendes Konzert zu geben. Auf der Seebühne sorgten bei einer Sommernacht, wie sie nicht hätte schöner sein können, die „Klangwelt“ Bergatreute, der „Immenchor“ aus Immenried und der OCV-Männerchor für die passende Stimmung. Den Sonntag eröffnete der Festgottesdienst in der Pfarrkirche, der vom Kirchenchor Kißlegg mitgestaltet wurde. Am Sonntagnachmittag hatte der OCV Kinder- und Jugendchöre eingeladen, auf der Seebühne im Strandbad für die Badegäste zu singen. Wohl den Ferien geschuldet, waren es mit dem Schulchor der Grundschule Gebrazhofen und dem Kinderchor Bolstern nur zwei Chöre, die auftraten. „Aber griaß di“ begrüßten die jungen Sänger des Schulchores Gebrazhofen die Badegäste, um dann mit dem „Shalala“ und dem „Banana-Senor“ in fremde Gefilde zu entführen. Auch die Bolsterner Kinder um Ulrike Keßler waren „feriendezimiert“ und trotzdem mit viel Elan nach Kißlegg gekommen. „Hallo mir send dr Bolsterner Kinderchor“ war dann auch der schwungvolle Auftakt, mit dem sie sich dem großen und kleinen Publikum im gut besuchten Freibad vorstellten.

Den Abschluss dieses vielfältigen Chorevents bildete der Abend mit der Vokal-Comedy-Band „fuenf“ aus Stuttgart. In ihrer Show „5 Engel für Charlie“ groovten sich die Musikkomiker durch Ohrwürmer und legendäre Trash-Medleys. Am Puls der Zeit und auch des Ortes verarbeiten sie in ihren messerscharfen Parodien weltbewegende Themen, wie Schlaf, Schimmelkäse, Wutbürger, Küchenmaschinen, indische Nationalspeisen und Neurodermitis. Grenzenlos wortwitzig und mit böser Satire singen sie mit kompromissloser Bühnenpower den Nonsens zurück auf die Welt. Dieser Abend, bei dem aus den Zuhörern unversehens Mitwirkende mit viel Körpereinsatz wurden, strapazierte die Lachmuskeln aufs äußerste. Als Zugabe gab es für das total begeisterte Publikum dann auch noch den Superhit der „fuenf“, das „Wir im Süden“.

Am Ende dieser beiden Tage voller qualitätsvoller Musik und guter Laune gab es dann auch viel Lob für den OCV und insbesondere für die Verbandschorleiterin Anne-Regina Sieber, die nicht nur Initiatorin sondern auch die Ideengeberin und Hauptverantwortliche war.

Bilder und Text: Eugen Kienzler

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