August 2019

Medientipp: Das Leben ist schön – neues Album von ‚Alte Bekannte‘ erschienen

Vocals On Air, 13.08.2019, Chorgattung, Chorliteratur / Medien, Gaue und Verbände, Gelesen, gehört, Singen und Stimme, Themen, Kommentare schreiben

Die Nachfolgeformation der Wise Guys hat ihr zweites selbstproduziertes Studio-Album zur gleichnamigen Tournee veröffentlicht. Die CD „Das Leben ist schön“ von Alte Bekannte lebt vom Wortwitz, den Szenen aus dem Alltag und der unverkennbaren Harmoniezusammensetzung, die schon bei den Wise Guys der Ohrwurmgarant war. Vocals on Air stellt die CD vor.

Moderation & Redaktion: Holger Frank Heimsch

Vocals On Air zum Nachhören: www.vocalsonair.de


Alltagsbegleiter für werdende Eltern

Johannes Pfeffer, 5.03.2017, Chorliteratur / Medien, Chorpraxis, Eltern-Kind-Musik, Gelesen, gehört, Kommentare geschlossen

„Hallo Baby, hier singt Mama“ – Rezension

VoA_Hallo BabyPublikationen zum Singen mit Kindern erscheinen aktuell in allen Musik-Verlagen reichlich und in verschiedenster Qualität. Der Mainzer Schott-Verlag geht mit “Hallo Baby, hier singt Mama – ein musikalischer Ratgeber für werdende Mütter” noch einen Schritt weiter, heißt das erste Kapitel doch “Was kann mein Baby im Mutterleib hören?”.
Im ersten Kapitel des Buches befasst sich Dr. Carla Häfner daher mit Studien und Erfahrungen zum Singen bei Neu- und Ungeborenen. Dabei schafft sie es eine Vielfalt von Studien in kurzen, gut lesbaren, Abschnitten darzustellen, Quellenangaben ermöglichen ein tiefergehendes Selbststudium. Trotz dieses methodischen Ansatzes laufen die ersten Abschnitte Gefahr Redundantes zu produzieren, denn bereits nach den ersten Seiten bin ich von der Sinnhaftigkeit der pränatalen Musik überzeugt.
Im zweiten Teil wechseln sich die medizinischen Argumentationen mit Anregungen für die Familien-Sing-Praxis ab. Dieser Teil ist lebendiger und lädt zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Neben bekannten Kinderliedern sind auch unbekanntere dabei, Entspannungsmusik und Fantasiereisen für die werdende Mutter, sowie Fingerspiele für Eltern, Kind und Babybauch. Hervorzuheben ist, dass Häfner trotz aller Gesundheitsargumente hin und wieder eine Lanze für das Wahrnehmen der Musik selbst bricht.

Die Gestaltung mit bunten Herzchen, der Großdruck und die teils künstlerische Typografie wirken teilweise unangenehm selbstgebastelt. Die beiliegende CD hingegen versöhnt mit dem Anspruch den man an einen renommierten Musikverlag hat. Die Lieder sind für Kinder und Eltern gut singbar dargestellt, die Ausführung ist motivierend. Durch die zumeist dezente (wenn auch synthetische) Begleitung, kommt die im positiven Sinne natürliche Singstimme Franziska Forsters gut zur Geltung.
Durch die Kombination von wissenschaftlichem Hintergrund, praktischen Tipps und Mitsing-Liedern ist “Hallo Baby, hier singt Mama” ein schöner Alltagsbegleiter für werdende Mütter – und Väter.

Hallo Baby, hier singt Mama
Schott Music
ISBN: 978-3-7957-0970-9
19,50 €


Reingehört: High Five mit Momentaufnahmen

Johannes Pfeffer, 8.08.2014, Aus der Geschäftsstelle, Chorjugend im SCV, Gelesen, gehört, sonstige Chöre, Kommentare geschlossen

Um es vorneweg zu nehmen: Das könnte eines der Sommeralben des Jahres werden. Die A-Cappella-Gruppe High five hat ein neues Album veröffentlicht. Und: Die fünf Jungs aus Offenburg haben einen echten Sprung nach vorne gemacht. Waren ihre bisherigen Alben bereits hörenswert, so sind sie mit dem Album „Momentaufnahmen“ um es mit den Wise Guys zu sagen: Ganz weit vorne.

Dreizehn neue Songs packten High Five auf ihr Album. Sie vereinen schnelle jazzige Lieder, Elektrobeats, Filmmusik und gefühlvolle Balladen. Die Zusammenarbeit mit dem Beatboxer Julian Knörzer garantiert knackige und variantenreiche Rhythmen. Und noch weitere Größen der A-Cappella-Szene haben hörbar ihre Finger im Spiel. Von der Gruppe Maybebop sind Lukas Teske als Produzent und Jan Bürger als einer der Arrangeure dabei. Dieser Einfluss verstärkt ausgezeichnet die neuen Ideen und die Musizierfreude von High Five. weiterlesen »


Buchvorstellung: Tontechnik in der Schule

Johannes Pfeffer, 2.03.2014, Aus der Geschäftsstelle, Chorjugend im SCV, Chorliteratur / Medien, Gelesen, gehört, 1 Kommentar

Cover des Buches Tontechnik in der SchuleDas neue Praxisbuch des Lugert-Verlags beschäftigt sich mit „Tontechnik in der Schule“. Sowohl in Schulen, als auch Vereinen, ist die Verwendung von Tontechnik bei Chören heute kaum mehr wegzudenken. Der Autor Markus Galla möchte eine verständliche Erläuterung der Grundlagen bieten, sowohl in die technischen Komponenten, als auch den Aufbau der Anlagen.

Dieses Vorhaben gelingt nicht immer ganz, so tauchen doch ab und an Fachbegriffe auf, die nicht erklärt werden, aber für das Verständnis von Bedeutung sind. Um dies zu umgehen, hätte das angehängte Glossar etwas umfangreicher ausfallen dürfen. Dennoch tragen die Erläuterungen von Markus Galla viel zum Verständnis der Tontechnik bei. Gründlich erläutert er die verschiedenen Bestandteile einer Beschallungsanlage und deren Funktion. Durch konkrete Hersteller- und Modellempfehlungen unterstützt der Autor die Verantwortlichen bei der Zusammenstellung der Anlagen. Hierbei ist hervorzuheben, dass Markus Galla auch einige deutsche Hersteller mit Vor-Ort-Service aufführt.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Aufbau von Beschallungsanlagen und der Konzeption für Veranstaltungen. Hier erläutert Markus Galla verständlich, wie die Zusammenstellung der Anlage aussehen kann und welche Alternativen es gibt. Äußerst hilfreich sind die Hinweise Gallas zur Inbetriebnahme und zur Vermeidung von Störquellen. Dabei widmet er ein Kapitel speziell dem Chor und seinen Herausforderungen. Da die Thematik nicht schulspezifisch ist, sondern für jeden Chor gilt, ist das Buch auch für einen Vereinschor hilfreich. Allerdings, und das wird im Buch auch deutlich, für viele Bereiche ist sowohl eine persönliche, professionelle Beratung als auch oftmals Betreuung sinnvoll und notwendig. weiterlesen »


Aurelius Sängerknaben Calw – Unterm Lindenbaum

Wolfgang Layer, 28.12.2013, Chorliteratur / Medien, Gelesen, gehört, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Unterm Lindenbaum
Musikalische Landschaften

Aurelius Sängerknaben Calw
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Leitung: Bernhard Kugler
Animato ACD 6142

Aus Knaben werden Männer, aus Knabenstimmen Männerstimmen. Spätestens hier hört die Binsenweisheit auf, wenn Hänschen nicht gelernt hat, was Hans nimmermehr lernen will. Bei keinem Kinder- oder Jugendchor fällt Qualität so schwer ins Gewicht wie bei einem Knabenchor. Wer von Knabenchören spricht, spricht über die Wiener Sängerknaben, die Regensburger Domspatzen, den Thomanerchor, den Windsbacher Knabenchor, den Tölzer Knabenchor, die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, das collegium iuvenum oder eben die Aurelius Sängerknaben Calw. Knabenchöre scheinen Marken zu sein in einer klassischen Tradition wie es die Lipizzaner sind. Das bezeugt auch den Leistungsgedanken, der für Knaben ganz oben steht – egal ob im Sport, beim Spiel oder beim Singen.

Die Aurelius Sängerknaben Calw müssen keinen Vergleich scheuen. „Unterm Lindenbaum – Musikalische Landschaften“ haben sie ihre neue CD genannt. Und diese Landschaften befinden sich nicht nur „im schönsten Wiesengrunde“ oder „am rauschenden Bach“, sondern z.B. auch in den „Bavarian Highlands“, denen Edward Elgar sein op.27 gewidmet hat. Reizende Orchesterarrangements von Bernhard Kugler, schmelzende Tenorsoli von Andreas Kramer, und ein Knabenchor voller Singfreude auf höchstem Niveau. Der Frühling kann kommen, aber bitte nur mit dieser CD.


Buchvorstellung: Chorrekter Umgang, die Menschen im Chor

Johannes Pfeffer, 3.11.2013, Gelesen, gehört, Kommentare geschlossen

In einem Chor kommen die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Erwartungen und Gefühlen zusammen. Diese alle zu einem Klangkörper zu bilden ist die Herausforderung für den Chorleiter. Corinna Rösel-Tabken ist studierte Gesangspädagogin und leitet seit beinahe 30 Jahren verschiedene Chöre. In ihrem 2012 erschienenen Buch „Chorrekter Umgang – Wie Musik im Chor möglich wird“ widmet sie sich den Menschen im Chor.

Mit fünf W-Fragen beleuchtet Rösel-Tabken das Zusammenspiel aus ihrer eigenen Erfahrung heraus. Wer sind die Menschen, die in einem Chor aufeinandertreffen. Was tun sie dort? Womit sind sie beschäftigt und arbeiten sie? Wie agieren sie, wie wirken sie zusammen? Und schließlich die Frage, warum sie dies alles tun.

Aus der eigenen Erfahrung heraus bietet die Autorin für viele alltägliche Situationen im Chor Lösungsansätze, natürlich sind diese der Persönlichkeit der Autorin und ihrer Art angepasst. Für den Leser ist die Ironie der Sätze nicht immer nachvollziehbar und die Qualität des Chorgesanges scheint sich der Harmoniesucht zuweilen unterordnen zu müssen. Ähnliche Unsicherheit hinterlässt auch eine Stelle zum Notenkopieren.

Eine Stärke des Buches ist die ständige Selbstreflexion der Arbeit eines Chorleiters, zu welcher die Autorin auch den Leser einlädt. Aus ihrer Argumentation lässt sich sehr klar nachvollziehen, wie wichtig es wäre stärker pädagogische und gar psychologische Kenntnisse in die Ausbildung der Chorleiter und Musikpädagogen aufzunehmen. Eine weitere erinnerungswerte Argumentation liefert Rösel-Tabken bei der Frage nach dem Warum des Chorsingens, indem sie Chorsingen in der Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow darstellt.

Letzlich geht es Rösel-Tabken in ihrem Buch darum Musik zu machen. Dies fängt bei den Gedanken und der eigenen Einstellung zum Chor an. Diese zu Überdenken und positiv zu wenden, dabei kann dieses Buch, sicherlich Anregungen liefern. weiterlesen »


Die Stimme. Das Standardwerk von Bernhard Richter

Wolfgang Layer, 10.05.2013, Chorliteratur / Medien, Chorpraxis, Gelesen, gehört, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Bernhard Richter
Die Stimme
Grundlagen, künstlerische Praxis, Gesunderhaltung

Henschel Verlag, 224 Seiten, ca. 100 s/w Abbildungen und Notenbeispiele, EUR 29.90

So sehen Standardwerke aus. Was für ein Buch! Geschrieben und herausgegeben von einem Mediziner, der auch Künstler ist, einem Wissenschaftler, dessen sängerische Karriere einst bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben begann. Die Koautoren suchte Professor Dr. Bernhard Richter, Leiter des Freiburger Instituts für Musikermedizin an der Hochschule für Musik Freiburg, unter dem Aspekt aus, alle Aspekte abzudecken: Klassik, Rock, Pop, Musical, Gesangsmethodik, Musikakustik, Phoniatrie und Audiologie. So erhielt er einen übergeordneten Blick auf das Thema, dem vor nicht allzu langer Zeit noch viele konkrete wissenschaftliche Beweise fehlten – von welcher Seite auch immer es angegangen wurde. Heute gibt es die Möglichkeit, die Stimme zu visualisieren, zu verfolgen, was wirklich im Kehlkopf passiert, also Stimmforschung auf einem Niveau zu betreiben, von dem unsere Vorfahren nur träumen konnten.
„Die Stimme“ ist kein Buch nur für Spezialisten, nur für Wissenschaftler, nur für Audiologen, Ärzte, Studenten, Sprecherzieher, Gesangslehrer, Gesangsschüler usw. Für all die genannten Personen ist das Werk eben so wertvoll wie für jeden normalen Chorsänger, sofern er sich für sein ureigenes Instrument interessiert. Das beginnt sinnvollerweise mit einem historischen Rückblick auf das Altertum, die Renaissance, das 18. und 19. Jahrhundert und dem Siegeszug der Phoniatrie und Logopädie im 20. Jahrhundert. Rhetorik, also Sprechkunst, ist ja keine Erfindung unserer Zeit, sondern beginnt in der griechischen Antike. weiterlesen »


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